Fragt man den Menschen auf der Straße, was den lieben langen Tag im Bundestag gemacht wird, erhält man meist eine der folgenden Antworten:
„Was sollen die da schon machen? Reden, diskutieren und Vorträge halten!“
„Ich weiß auch nicht was da gemacht wird. Ich hab keinen von denen gewählt.“
„Jarnix tuen die da. Sitzen de janze Dach op de Hingerch un bekommen dofür och noch Jeld.“
Doch schauen wir diesmal nicht in den deutschen Bundestag, sondern nach Kopenhagen zum Klimagipfel. Klimagipfel bezeichnet nicht etwa den Höhepunkt der Klimakatastrophe, vielmehr ist es eine Zusammenkunft von 192 Nationen, die darüber beratschlagen, wie es in Zukunft mit Mutter Erde weitergehen soll. Sozusagen ein Fahrplan für das Klima der nächsten 10Jahre.
In den letzten Tagen haben sich zwei Eckpunkte herauskristallisiert, über die heftigst debattiert wird.Zum einen soll die Erderwärmung bis 2020 auf 2°C beschränkt werden und zum anderen soll den sogenannten 3.Weltländern, sowie Schwellenländern finanzielle Unterstützung zugesichert werden, um die Umweltnormen umzusetzen. Von einer Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes bis 2020 um 20 Prozent ist die Rede. Europa wäre sogar bereit um 30 Prozent zu reduzieren. Angela Merkel hat sogar von 50 Prozent bis 2050 gesprochen. Eine Einigung oder ein halbwegs gemeinsamer Kurs ist jedoch in Sicht. Bereits seit 11 Tagen versammeln sich die Nationen auf dem auf 12 Tage angesetzten Klimagipfel. Angela Merkel erfasste heute das Wort und sagte: „Diese Chance in Kopenhagen dürfe nicht ungenutzt bleiben. Umweltschutz sei ein globale Sache, die jeden betrifft. Klimaschutz könne nicht national bestritten werden. Europa sei bereit, nun seien die übrigen Nationen am Zuge ihren Beitrag zu leisten.“
Randnotiz:
Bei all den Ungereimtheiten in Kopenhagen, sollte man sich vor Augen führen, das nicht über den Stop des Klimawandels, sondern „nur“ über eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf 2°C bis 2020 gesprochen wird. Wie soll da eines Tages der Klimawandel komplett gestoppt werden?
Quelle Bild: spiegel.de